Moni Hoffmanns wahre Geschichte

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Absolventin Moni Hoffmann zeichnet als Abschlussarbeit eine Bildergeschichte über ihre Pflegeschwester. Nicki leidet an der Entwicklungsstörung FAS (Fetales Alkohol Syndrom), das durch den Alkoholismus der Mutter während der Schwangerschaft verursacht wird. Mittlerweile erwachsen, kämpft Nicki gegen Benachteiligungen, die sie aufgrund ihrer Erkrankung erfährt. Moni erzählt eine bewegende Story über Mut und Ungerechtigkeit (zu Monis Galerie).

Moni Hoffmann: eine Geschichte über das Leben mit FAS

Die Geschichte spielt heutzutage, Nicki ist jetzt erwachsen. Bereits als Baby wurde sie von Monis Familie aufgenommen, da ihre leibliche Mutter sich nicht um sie kümmern konnte. Wie es dazu kam und andere Begebenheiten ihrer Vergangenheit, stellt die Absolventin als Rückblenden dar.
Nicki fühlt sich nicht ernstgenommen. So erzählt Moni, wie ihre erwachsene Schwester sich benachteiligt fühlt dadurch, dass sie in einer Behindertenwerkstatt arbeiten muss. Denn Nicki hätte die Chance, auf den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen - wären da nicht die Hürden der Bürokratie.

Gut zu wissen

Weiterhin leistet Moni in der Absolventenausstellung Aufklärungsarbeit über FAS. In zwei Seiten informiert sie über das Fetale Alkohol Syndrom. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass schon selbst geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft Schädigungen am Ungeborenen hervorrufen können, wenn sie zum falschen Zeitpunkt getrunken werden. Und der ist unbekannt.

Der Entstehungsprozess

Moni Hoffmann hat die Idee, einen Comic über ihre Schwester zu zeichnen, schon vor längerer Zeit. Es entsteht ein Storyboard für ein ganzes Heft. Für ihre Abschlussarbeit zeichnet Moni 11 Seiten. Und der Rest? Die Absolventin wird nach ihrem Abschluss daran weiterarbeiten.
Die Geschichte entsteht in enger Absprache mit Nicki: Die beiden Schwestern treffen sich oft und reden über mögliche Themen. Mit der Bildergeschichte möchte Moni ihrer Schwester ein Sprachrohr geben. Das Medium Comic eignet sich hierfür ganz besonders gut. Sie verwendet eine einfache Sprache, damit die Geschichte für Nicki und ihre Freunde leicht verständlich ist.
Moni arbeitet analog, sie zeichnet mit Feder und Tusche, koloriert mit Aquarellfarben. Lediglich den Text fügt sie digital ein - aus Gründen der Lesbarkeit. Dozent Manu Murzeau steht ihr mit wertvollen Tipps zur Seite, zum Beispiel, wenn es um Bildkomposition geht.

Nach ihrem Abschluss etabliert Moni Hoffmann sich als Illustratorin. Wertvolle Unterstützung hierbei erfährt sie durch die weitere Zusammenarbeit mit dem Art Horse Collective. Außerdem nimmt sie an einem 24-Stunden-Comic-Workshop teil. Die Teilnehmer müssen innerhalb von 24 Stunden 24 Seiten zeichnen - eine gute Übung, um locker zu werden. Hierbei wünschen wir Moni Hoffmann viel Freude, gutes Gelingen und alles Gute für die Zukunft wünschen wir!

Text von Leona Bellinda Schröder